Verlegung

Vollflächige Verklebung der Altholzdielen auf dem Unterboden

Diese Art der Verlegung des Altholz Fußbodens wird im Objektbereich, auf Heizestrichen sowie bei schwierigen Verlegungen (z. B. Anschlüssen an Fliesen, Kachelöfen, etc.) empfohlen.

Auf Heizestrich sollten die Altholzdielen verklebt werden, um einen möglichst geringen Wärmewiderstand zu erhalten.
Vor Beginn der Verlegung muss der Untergrund auf seine Eignung überprüft werden (Gitterritzprobe, Trockenheit des Estrichs – bei Zementestrich max. 1,8%, bei Anhydritestrich max. 0,3% Restfeuchtigkeit).

Für die Verklebung empfehlen wir elastische Klebstoffe (Polyurethan- oder Polymerklebestoffe), die gemäß EMICODE EC 1 als sehr emissionsarm eingestuft sind, um schädliche Emissionen zu vermeiden.

Dehnungsfugen mit einer Breite von 4 bis 5 mm im Estrich müssen bei der Verlegung auch für die Dielen übernommen werden. Diese Dehnungsfugen sollten mit dauerelastischer, farblich passender Parkettdichtmasse geschlossen werden. Die zusätzliche Verleimung von Nut und Feder ist an den Längsseiten nicht mehr erforderlich (Gefahr von Blockabrissen).

Altholzdielen unter 1500 mm sollten unbedingt verleimt werden. Randabstände von 6 bis 10 mm sind auch bei der Verklebung der Dielen einzuhalten.

i: Als Kleber empfehlen wir: Uzin MK 100, MK 95, MK 92 S, MK 200

2-Schicht-Böden

Die Verlegung des Altholz Fußbodens erfolgt ausschließlich durch Verklebung auf tragenden Unterböden (Zement- oder Anhydritestrich, Span- oder Sperrholzplatten) mit geeignetem Kleber.
Die Unterböden müssen die üblichen Anforderungen wie Ebenheit, Oberflächenfestigkeit, Rissfreiheit, Sauberkeit und Trockenheit erfüllen.

Achtung: Die Verarbeitungsvorschriften des Klebstoffherstellers sind genau einzuhalten!

Der Kleber wird mit einem passenden Zahnspachtel (nach Angaben des Herstellers) aufgetragen. Achten Sie dabei auf gleichmäßigen Kleberauftrag. Bei wasserlöslichen Klebstoffen keinesfalls zu viel Kleber auftragen!

Wichtige Verlegehinweise:

  1. Pakete vor Feuchtigkeit geschützt lagern und erst kurz vor der Verlegung öffnen.
  2. Auswinkeln der Verlegefläche (bei buckeliger Wand die erste Diele an der Längskante einpassen und ausschneiden).
  3. Die erste Diele mit der Nut zur Wand in einem Abstand von 10 bis 15 mm verlegen (Wandabstand längs- und stirnseitig mit Keilen sichern!).
  4. Durch Einhaltung eines gesunden Raumklimas (20 bis 22 °C und 40 bis 50 % Luftfeuchtigkeit) kann eine eventuell auftretende Fugenbildung bzw. Quellung verhindert werden.
  5. Starke Sonneneinstrahlung kann zu einer natürlichen Veränderung des Holzfarbtones führen.
  6. Beim Verlegen sollten Raum- und Materialtemperatur nicht unter 14 °C liegen.
  7. Die Nut-/Feder-Verbindung wird nicht verleimt. Gelegentlich hochgedrückter Kleber muss mit einem feuchten Tuch sofort entfernt werden!

3-Schicht & 2-Schicht-Böden auf Fußbodenheizung

Vorbereitende Maßnahmen zur Verlegung von Parkett auf beheizten Estrichen:

Der Estrich ist vor dem Beginn jeder Verlegearbeit (auch im Sommer) aufzuheizen, ebenso bei Erneuerungen im Altbaubereich, wenn auf alten Estrichen verlegt wird, auf denen bereits andere Belagsarten gelegen haben.

Ein Aufheizprotokoll ist vom Installateur einzufordern.

Für die Verlegung ist eine Oberflächentemperatur des Estrichs von ca. 15 bis 18 °C notwendig. Nach Abschluss der Verlegearbeit soll diese Temperatur drei Tage lang nicht geändert werden (Aushärtezeit des Klebstoffes).

Auf dem bauseits normgerecht eingebrachten Estrich ist ein Klebervoranstrich nach Herstellervorschriften aufzubringen. Für die Verklebung auf Estrichen sind die handelsüblichen, schubfesten Klebstoffe und Voranstriche zu verwenden, die vom Hersteller als „für Fußbodenheizung geeignet“ bezeichnet werden.

Aufgrund der technologischen Eigenschaften des Naturproduktes Holz und der raumklimatischen Verhältnisse während der Heizperiode können Fugen nicht ausgeschlossen werden. Sie sind im Allgemeinen gleichmäßig verteilt, bilden keinen Qualitätsmangel und müssen toleriert werden.

Bei der ersten Inbetriebnahme und bei Inbetriebnahme zu Beginn jeder Heizperiode nur stufenweise aufheizen!

Vor jeder Reinigung der Dielen bitte die Oberflächentemperatur absenken.
Die Oberflächentemperatur des Fußbodens sollte bei einer Raumtemperatur von 21 °C an keiner Stelle 27 °C überschreiten.
Bei Teppichen oder Einrichtungsgegenständen auf dem Holzfußboden muss wegen der höheren Oberflächentemperatur mit stärkerer Fugenbildung gerechnet werden.

Richtwerte für den Wärmedurchlasswiderstand:

10 mm Nadelholzböden 0,08 m² K/W²
10 mm Laubholzböden 0,10 m² K/W²
16 mm Nadelholzböden 0,11 m² K/W²
16 mm Laubholzböden 0,13 m² K/W²
19 mm Laubholzböden 0,16 m² K/W²
21 mm Nadelholzböden 0,16 m² K/W²


Bitte beachten Sie: Um einen Raum heizen zu können, sollte der Wärmedurchlasswiderstand nicht größer als 0,17 m² K/W² sein.
Bitte auch die Dämmunterlage berücksichtigen (z. B. Gummikorkmatte 2 mm = 0,025 m² K/W²).

Reinigung & Pflege

3-Schicht-Böden

Nach der Verlegung: Jeder Naturholzboden muss nach der Verlegung mit Holzboden-Öl oder Profi-Öl (1 l für ca. 40 bis 50 m²) nachpoliert werden. Mittels Sprühflasche kann das Öl hauchdünn aufgesprüht und sofort mit weißem Pad poliert werden. Anschließend mit Schafwollpad oder weißem Pad trockenpolieren. Nach dem Nachpolieren darf der Boden 24 Stunden nicht begangen werden. Danach ist der Boden schonend begehbar und darf 10 bis 14 Tage nicht gewischt werden (Aushärtungszeit Öl).

Sicherheitsvorschriften Öl: SELBSTENTZÜNDUNGSGEFAHR! – ÖLGETRÄNKTE TÜCHER, VLIESE ETC. IM WASSER TRÄNKEN UND IM FREIEN TROCKNEN! – DARF NICHT IN DIE HÄNDE VON KINDERN GELANGEN! – DARF NICHT IN DIE KANALISATION GELANGEN!

Im ersten Monat sollte der Boden 1 x wöchentlich mit Seifenmischung gepflegt werden, dadurch wird der Boden schmutzunempfindlich. Weitere Feuchtpflege nach Bedarf – wenn der Boden verschmutzt oder trocken aussieht, ansonsten nur staubsaugen oder kehren.

Nie zwischendurch mit klarem Wasser nachwischen – schützende Fette werden entfernt! Keine Bodentücher oder Wischmop aus Mikrofaser verwenden! (Holzoberfläche kann rau werden.) Achten Sie darauf, dass die Seifenmischung beim Wischen am Boden leicht schäumt, ansonsten Seifendosis erhöhen.

Wischvorgang: Wir empfehlen mit 2 Eimern zu arbeiten. 1 Eimer mit Seifenmischung (5 l warmes Wasser und 1/8 l Seife) und 1 Eimer mit klarem Wasser zum Auswaschen des verschmutzten Wischmops – Schmutzwasser öfters wechseln!
Mit jeder Seifenpflege verwöhnen Sie Ihren Holzfußboden – er dankt es Ihnen durch schönes Aussehen!

In der Heizperiode sollte der Boden öfter mit der Seifenmischung gewischt werden, dies verhindert das Austrocknen des Bodens!

Wichtig: Zur Reinigung und Pflege ausschließlich Holzbodenseife verwenden – keine anderen Reinigungsmittel, da die Oberfläche ausgelaugt und schmutzempfindlich werden kann.
Bei sehr dunklen Böden ist Staub leichter sichtbar. Diesen kann man zwischendurch mit Schafwolle wegpolieren. Die Schafwolle gibt durch die Wollfette einen schönen Glanz.

Nachbehandlung: Im stark strapazierten Bereich empfehlen wir 1 x jährlich den Boden mit Profi-Öl oder Holzboden-Öl nachzuölen (vorher Grundreinigung erforderlich).
Bitte beachten Sie vor Anwendung unsere Anleitungen auf den jeweiligen Gebinden.
Für die Werterhaltung Ihres geölten Holzfußbodens ist eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 50 % bei einer Raumtemperatur von 21 °C notwendig!

2-Schicht-Böden

Siehe Pflege 3-Schicht Böden. Für die laufende Reinigung Holzbodenseife verwenden. Der Boden darf nur nebelfeucht gewischt werden!

© EGARA-CMS ist ein urheberrechtlich geschütztes Produkt der DREIWERKEN GmbH - Ihrer Werbeagentur für Online- und Print-Medien aus Kolbermoor (bei Rosenheim).